Schriftzug DIORAMA Action Gaming von Hartmut Schmitt
 

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Anfertigen von eigenen Fotos

Wer schöne Dioramen und sehenswerte Figuren hergestellt hat, wird möglicherweise einmal den Wusch haben, diese zu fotografieren und sie anderen zu zeigen. Ich möchte den Besuchern dieser Internetseite darstellen, wie ich es gemacht habe. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere angesprochen und veröffentlicht seine Bilder sogar im Internet.

Geräte

Kamera

Ich verwende Digital-Kameras, mit denen ich Aufnahmen mit einer Auflösung von mindestens 1024 x 768 Pixeln mache. Zwischenzeitlich benutze ich eine digitale Spiegelreflexkamera, die Canon EOS 40D mit Macro-Objektiv, da ich mit ihr die Live-View-Funktion und die Möglichkeit der Kontrolle der Kamera über einen Laptop vor dem Auslösen habe. Außerdem hat die Kamera im Lieferumfang ein gutes Programm zur Bildoptimierung. Die verwendete Kamera sollte mindestens folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Abschaltbares Blitzlicht
  • Makroeinstellmöglichkeit
  • Zoomeinstellmöglichkeit oder spezielle Objektive mit Festbrennweite
  • Manuelle Blenden- und Verschlusszeiteinstellung
  • Weißabgleich bei Kunstlicht

Objektiv

Bei den kompakten Digitalkameras muss man sich meistens mit den eingebauten Objektiven begnügen, wenn es keine Wechselobjektive gibt. Aber damit sind auch schon schöne Dioramen- und Figuren-Fotos möglich. Bei den digitalen Spiegelreflexkameras stehen oft spezielle Macro-Objektive für die Nah- und Macro-Fotographie zur Verfügung. Wegen der Schärfentiefe sollte die kleinste Blendenzahl möglichst gross sein. Das von mir verwendete Objektiv Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM hat eine kleinste Blende von 32. Bei einer so kleinen Blende muss man ohne Blitz oft sehr lange (mehrere Sekunden) belichten, was aber bei unseren statischen Motiven mit einem Stativ kein Problem ist. Wer also die Anschaffung eines Objektivs speziell für die Dioramen- und Figuren-Fotographie im kleinen Maßstab plant, sollte auf ein Macro-Objektiv mit einer möglichst kleinen einstellbaren Blende (grosse Blendenzahl) achten.

Beleuchtung

Man kann als Beleuchtung das eingebaute Blitzlicht der Kamera, ein externes Blitzlicht oder einen speziell für die Macrofotographie entwickelten Ringblitz verwenden. Ich nehme aber gern ein helles Kunstlicht von oben, das eine natürlichere Schattenbildung bewirkt. Das helle Kunstlicht erfordert aber ggf. einen manuellen Weißabgleich.

Stativ

In der Regel arbeite ich ohne Blitzlicht und verwende nicht allzu helles Kunstlicht. Daher ist ein gutes Stativ von großem Nutzen. Für den Macro-Bereich empfiehlt sich zusätzlich ein Einstellschlitten. Das Stativ sollte eine Arbeitshöhe kurz über der Tabletopoberfläche erlauben (einschließlich des Einstellschlittens usw.). Wenn die Aufnahme nicht allzu weit von der Augenhöhe eines potenziellen Betrachters abweicht, wirken die Bilder natürlicher. Lange Belichtungszeiten sind vor allem bei Aufnahmen ohne Blitzlicht erforderlich. Abbildung 6 zum Beispiel wurde bei Blende 32 mit 4 Sekunden belichtet.

Grafikprogramm

Da die aufgenommenen Bilder trotz aller Mühen nicht immer so sind, wie man es sich wünschen würde, müssen sie häufig am Computer nachbearbeitet werden. Dazu benötigt man ein Grafikprogramm, das wenigstens folgende Möglichkeiten bieten sollte:
  • Umwandlung in verschiedene Dateiformate
  • Veränderungsmöglichkeiten für Helligkeit, Kontrast und Farbe
  • Veränderungsmöglichkeiten für die Bildabmessungen
  • Optimierungsmöglichkeiten für die Internetdarstellung

Drucker

Der Drucker sollte auf Fotopapier gute Ausdrucke liefern können. Anfertigen der Originalfotos Je nach dem beabsichtigten Motiv wird das Diorama aufgebaut und die entsprechenden Figuren aufgestellt. Hier wurden zum Beispiel ein römischer Scorpion mit seiner Bedienungsmannschaft und einem Standartenträger ausgewählt (Figuren: HäT).

Danach wird die Kamera auf das Stativ geschraubt, die Beleuchtung eingeschaltet, die Makrofunktion gewählt, Bildausschnitt und Zoom eingestellt und abgedrückt. Nicht selten entsteht dann ein Bild wie in Abbildung 1. Wer genauer hinsieht, erkennt einen Farbstich und dass zwar der Standartenträger und der Hintergrund scharf abgebildet werden, das eigentliche beabsichtigte Motiv, der Scorpion und seine Bedienungsmannschaft aber nicht.

Abbildung 1
Abbildung 2
Abbildung 1
Abbildung 2

Um die Farben einigermaßen naturgetreu wiedergeben zu können, führt die Kamera einen Weißabgleich durch. Sind zu wenig helle bzw. weiße Stellen im Bildausschnitt vorhanden, gelingt dieser mitunter nicht. Dann muß man z. B. mit einem weißen Papierstückchen, welches man in den Bildausschnitt hält, während die Kamera den Weißabgleich durchführt, etwas nachhelfen. Dies wurde in Abbildung 2 gemacht. Der Unterschied fällt sofort ins Auge.

Die Scharfeinstellung erfolgt mit Hilfe der Autofocusfunktion der Kamera. Befindet sich das Hauptmotiv nicht im zentralen Einstellbereich, fährt man mit dem Einstellbereich auf das Hauptmotiv, drückt den Auslöser halb ein, bis die Schärfe eingestellt ist, fährt auf den eigentlichen Bildausschnitt zurück und drückt den Auslöser ganz durch.

Gibt es mit der Schärfentiefe Probleme, so können diese mit der Blendenpriorität oder manuellen Blendenvorwahl verringert werden, indem man eine möglichst kleine Blende vorwählt.

Nachbearbeitung

In Abbildung 2 ist das Bild sichtlich zu hell und die Farben zu schwach geraten. Dies wird nun mit dem Grafikprogramm am Computer mit der Helligkeit und dem Kontrast behoben. Die Bildabmessungen der Originalaufnahmen sind bei mir zu groß für einen Ausdruck oder eine Internetdarstellung. Daher werden die Abmessungen bei mir auf 30% verringert. Zum Schluß werden die Bilder noch für das Internet optimiert und dann geht´s ab ins Netz.

Abbildung 3
Abbildung 3

Wen die Standplatten der Figuren in den Bildern stören, der kann diese mit einem Grafikprogramm wegretuschieren. In Abbildung 4 ist die Standplatte des Feldherrn (mit dem ausgestreckten Arm) wegretuschiert, während die der anderen Figuren wie aufgenommen dargestellt sind. Gegebenenfalls muss man noch einen Schattenwurf zur Erhöhung des realistischeren Aussehens hinzufügen.

Abbildung 4
Abbildung 4

Mein Fotostudio: Der Küchentisch

Man braucht nicht unbedingt ein professionelles Fotoatelier. Ich begnüge mich mit einem Küchentisch. Dafür benutze ich eine Sperrholzplatte mit einem grünen Gras-Bezug aus dem Modelleisenbahnzubehör. Mit einem Winkel für Bücherregale stelle ich eine weitere Sperrholzplatte in fast rechtem Winkel dazu auf. Diese ist auf beiden Seiten mit zwei unterschiedlichen Hintergrundbildern ebenfalls aus dem Modellbahnzubehör beklebt. Ein paar Bäume und Büsche ergänzen meine einfache, aber oft ausreichende Landschaft. An die Tischkante klemme ich eine Lampe mit hellem Kunstlicht, die von schräg oben die Szenerie beleuchtet. Davor stelle ich meine neue Canon EOS 40D auf ein Stativ mit Kreuzeinstellschlitten und Kabelfernauslöser. Dann ist mein Fotostudio fertig. Der Vorteil dieser Handhabung ist der schnelle Auf- und Abbau. Der Küchentisch wird ja auch noch für andere Zwecke benötigt. Jetzt noch die Figuren geeignet aufgestellt und los geht's.

Abbildung 5
Abbildung 5
Abbildung 5 (größeres Bild: bitte anklicken)
Abbildung 6 (größeres Bild: bitte anklicken)

Abbildung 5 zeigt eine solche Szene, mit der ich gerade karthagische Kriegselefanten aufnehme, die im 2. Punischen Krieg die römische Linie durchbrechen. Abbildung 6 zeigt das Ergebnis dieser Szenerie.

Fotoausrüstung zum Bestellen

Wer sich eine neue Kamera-Ausrüstung für die Erstellung eigener Bilder zulegen will, kann durch Anklicken der folgenden Bilder unverbindliche Informationen einschließlich Rezensionen bei Amazon.de ansehen und im Bedarfsfall gleich bestellen. Man möge mir verzeihen, dass hier nur Canon-Kameras angegeben sind. Mit diesen habe ich einfach gute Erfahrungen gemacht. Bei Conrad.de z.B. gibt es aber auch andere Kameras und diverses Zubehör wie Akkus, Blitzgeräte, Stative usw. (über die dortige Suchfunktion), die man ansehen und bestellen kann. In diesem Fall bitte den folgenden Link benutzen:

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Digitalkameras und digitale Spiegelreflexkameras

Canon
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Canon
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Macro-Objektiv
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